Kalte Gesellschaft #2 

25.6. – 13.8.2016
kuratiert von Judith Hopf

mit Magnus Andersen, Martin Ebner&Florian Zeyfang, Harun Farocki, Julian Göthe, Anna Herms, Judith Hopf, Annette Kelm, Jonathan Penca, Ida Persson, Alfred Schmidt

Je „kälter“ eine Gesellschaft ist, desto ausgeprägter ist ihr Bestreben, ihre traditionellen Kulturmerkmale möglichst unverändert zu bewahren. Eine Kultur wird als umso „heißer“ eingeordnet, je größer ihr Antrieb zu tiefgreifenden und schnellen Modernisierungen der Gesellschaft ist. Dieses Modell setzte Claude Lévi-Strauss in seinem Buch „Das wilde Denken“ von 1962 einer eurozentristischen Ethnographie und ihrer Einteilung in „primitive“, also naturnahe und „entwickelte“, industrialisierte Gesellschaften entgegen.

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